Am So, den 22. September feierte viele Gäste mit unserem Weihbischof Stefan Zekorn das Jubiläum unserer Haupt-Kirche. Man begann mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr. Fahnenabordnungen, Vertreter unterschiedlicher Gruppen, viele andere Gäste und Gemeindemitglieder*innen füllten die Kirche. In seiner Predigt ermunterte Weihbischof Stefan die Gemeinde, lebendig in Gemeinschaft zu bleiben und die Kirche als zweckfreien Raum der Stille und des Kontaktes zu Gott zu nutzen.
Nach der Messe wurde ein vielfältiges Programm angeboten: Besichtigung der Orgel, Besuch des Kirchturm, Erkundung der Sakristei, historische Stationen in der Kirche und Begegnung bei Essen und Trinken vor der Kirche.
Später wurde noch eine kurze Dokumentation über die Kirche gezeigt, wo so manches Detail überraschte. Wie wertvoll doch unsere Kirche im Herzen Nordkirchens ist.
Sehr positiv berichtete die Presse über das Ereignis.
Die Atmosphäre war gelöst und feierlich, wie es die Bilder von Carla Ross widerspiegeln.
300 Jahre Pfarrkirche St. Mauritius in Nordkirchen: Am 22.09.2019 ist es soweit. Die Kirche lädt zur Jubiläumsfeier. Aber sie öffnet nicht nur die Pforten: Sie bietet Einblicke und Fachwissen, das so noch nicht bekannt ist. An sechs Stationen – begleitet von Messdienern, Pfarreiräten und weiteren Helfenden Händen – werden historische Kostbarkeiten und Fachwissen vorgestellt, das die Kirche beherbergt.
Der Rundgang durch die Kirche
In sechs Stationen die Kirche entdecken
Der historische Taufstein
Die Orgel – vorgestellt vom Kirchenmusiker Markus Reidegeld
Der Glockenturm mit der wertvollsten Glocke in Westfalen
Der historische Beichtstuhl und der Chorstuhl
Der Altar, die Bleiglasfenster, Statuen und Einblicke in die Sakristei
Eine Videoinstallation – Geschichtswissen in 5 Minuten – und Rundflug um die Kirche
Der Taufstein
Keiner weiß genau, woher der historische Taufstein stammt.
Historiker haben Proben genommen – und ihn zeitlich auf das 13. Jahrhundert geschätzt. Doch stand er schon damals in Nordkirchen?
Drei Kirchen standen in Nordkirchen
Die erste Kirche der Gemeinde ist aus dem 13. Jahrhundert und stand bis 1524 in unmittelbarer Nähe zur damaligen Burg Nordkirchen. Seit 1609 erinnert nur ein Steinkreuz im Schlosspark an das Gemäuer.
Historischer Hintergrund
Im Sommer 1524 beklagte der Abt von Werden, dass Gerhard von Morrien diese Kirche hat abbrechen lassen. Von Morrien bestritt den Abriss nicht, weil er die Burganlage ausbauen wollte. Doch während der Abt nur den Ausbau der Befestigungsanlagen genehmigt hatte, schuf von Morrien Fakten. Er räumte aber ein, eine Kirche am heutigen Standort bauen zu wollen. Und am alten Standort sollte eine kleine Kapelle gebaut werden. Erst im Nachgang bat von Morrien Papst Klemens den VII. um die Abrissgenehmigung – und den Aufbau am heutigen Standort. Die Genehmigung kam noch im gleichen Jahr. Auch eine Umbettung der Gebeine des alten Friedhofs auf den neuen Standort wurde eingefordert.
Die Umsetzung des zweiten Kirchbaus erfolgte am heutigen Standort. Erbauer war Werksmeister Henrik des Suer und dessen Sohn aus Coesfeld bis zum Jahr 1536. Doch diese Kirche sollte nicht sehr lange stehen. Vielleicht war sie zu klein oder auch schon baufällig.
Im Jahr 1715 war schließlich mit dem Bau der dritten und heutigen St.-Mauritius-Pfarrkirche begonnen worden. Bauherr war Ferdinand von Plettenberg; Architekt Gottfried Pictorius. Nach vier Jahren Bauzeit war die Kirche fertig und wurde 1719 auch eingeweiht.
Die St. Mauritius ist eine dreischiffige, vierjochige Stufenhallenkirche im Stil der Renaissance bzw. Nachgotik im Übergang zum Barock. Die Kirche bietet 300 Gläubigen Platz; früher hatte sie 600 Sitzplätze.
Der Turm ist durch Verlängerung der Seitenschiffwände von Seitenhallen umgeben. Die Kirchendecke besteht aus Kreuzgewölben mit Rippen und Schlusssteinen. Die Fenster sind flachbogig. Die Dächer sind gestufte, mit Ziegeln bedeckte Walmdächer. Der Turm wird von einer geschweiften Barockhaube mit Dachreiter und Laterne gekrönt.
An der damaligen Innenausstattung waren der Maler Larwell und der Bildhauer Johann Kocks federführend.
Noch heute ist das Wappen des Stifters am Portal und der Schlussstein des Chorgewölbes mit dem Allianzwappen der Familie von Plettenberg und der Gemahlin Bernhardine von Westerholt sichtbar. Wieviel die Kirche damals gekostet hat, weiß heute keiner mehr. Denn der Erbauer hat die Kosten der Kirche und die des Schlossbaus vermischt.
Vor einem Jahr standen die Pfarreiräte am Anfang ihrer Arbeit: Eine Neuorganisation der ehemaligen Kirchturmausschüsse begann. Heute nun vermelden die Standorte Zufriedenheit mit der bisher geleisteten Arbeit ihrer „Helfenden Hände“. In Capelle hat Pfarreirätin Ramona Hattebuer ein Halbjahresprogramm als Postwurf-Flyer vorbereitet.
Über die Aktivitäten aus Südkirchen berichteten die PFARRnachrichten in Ausgabe 03/2018. Aktuell stehen dort Vorbereitungen für die Osternacht und das Priesterjubiläum von
Pfarrer Kordt am 28.06.2019 im Anschluss an die Heilige Messe (15 Uhr) an.
In Capelle hat Ramona Hattebuer folgende Aktivitäten mit den „Helfenden Händen“ des Ortsteils geplant:
Am Gründonnerstag (18.04.2019) wird ab 18 Uhr ins Pfarrheim eingeladen. „Wir erinnern uns an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern“, heißt es. Im Anschluss geht‘s zum Gottesdienst (20 Uhr).
Für den 12.05.2019 planen die Helfenden Hände eine Fahrt zur Jugendkirche Effata! nach Münster. „Jugendkirche?“ werden manche denken. „Keine Angst, es ist nur eine Bezeichnung für den Stil der Gottesdienste, so Ramona Hattebuer. Deshalb gibt es auch keine Altersbegrenzung! Alle sind herzlich willkommen. Start ist 17:45 Uhr am Bahnhof Capelle. Gegen 20:30 Uhr ist die Rückfahrt geplant.
Für Samstag, den 29.06.2019 planen die Helfenden Hände einen Open-Air-Gottesdienst unter dem Motto „Unter einem großen Himmel leben wir, gestalten wir und feiern wir“. Merken Sie sich den Termin schon mal für die Familie vor!
Sie wollen mithelfen? Sprechen Sie Ihre Pfarreiräte an!
Kirchenvorstand Heinz Perrar übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenvorstand. In der Pfarreiratssitzung vom 26.02. 2019 wurde vereinbart, künftig mit dem Öffentlichkeitsausschuss des Pfarreirats enger zusammenzuarbeiten. So werden in den quartalsweise erscheinenden PFARRnachrichten immer auch Informationen aus dem Kirchenvorstand einfließen. Weitere Schnittstellen sind der Festausschuss zum 300-jährigen Bestehen der Kirche St. Mauritius und ein geplanter Relaunch der Kirchen-Website www.stmauritius.de.
Freitag, 28. Juni 2019, 15 Uhr: Gemeindemitglieder aus allen Ortsteilen strömen in die große Kirche der St. Pankratius-Gemeinde. Sie ist fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Wunder: Ein ehrenwertes Fest mit Ausstrahlung in die ganze Region wird gefeiert. Pfarrer Alfred Kordt feiert sein 50-jährige Priesterjubiläum.
Eigentlich war dieser Freitag ein spiritueller Tag: Die Katholiken verehren am dritten Freitag nach Pfingsten das „Herz Jesu“. In seiner Predigt baute Pfarrer Gregor Wolters die Brücke von der Spiritualität zum Gemeindeleben: „Was will dieser Christus von mir?“ – diese Frage habe Pfarrer Kordt in seinem Amt „gelebt“ und sein Handeln immer wieder mit Herzblut und Engagement danach ausgerichtet.
Pfarrer Kordt ist vor zehn Jahren aus der Gemeinde Hoetmar im Kreis Warendorf nach Nordkirchen gekommen. Er verließ seine dortige Gemeinde zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum, um sich der alten Heimat – er hat sein Elternhaus in Selm – zuzuwenden.
Die Bedeutung dieses Jubiläums für die Kirchengemeinde zeigte das herausragende Programm: Das gesamte Seelsorgerteam war gekommen, Verände und Vereine wie kfd und KAB,
selbst Schützenvereine waren mit Fahnenabordnungen in die Kirche eingezogen. Chöre aus Nordkirchen, Südkirchen, aus den ehemaligen Wirkungsstätten von Pfarrer Kordt und auch der MGV Capelle waren dabei. Und wo es sonst schon mal Engpässe gibt, herrschte Überfluss: Denn neben Kirchenmusiker Markus Reidegeld kam auch Tobias Leschke, der ehemalige Kirchenmusiker nach Südkirchen und spielte mit Reidegeld vierhändig. Beim anschließenden Empfang musste Pfarrer Kordt dann viele Hände schütteln.
Doch was wäre ein Fest ohne straffe Organisation im Hintergrund. Deshalb gilt der Dank dem Pfarrbüro, den „Helfenden Händen“ und der kfd, die im Café des Pfarrheims und vor der Kirche für die Verpflegung gesorgt und bei der Bewirtschaftung des Festes kräftig zugepackt haben.
Wenn ein Kind getauft wird, ein Drittklässler auf die Heilige Kommunion vorbereitet wird oder eine 15-Jährige zur Firmung gehen will, ist Glaubens-
praxis eine wesentliche Voraussetzung, um die Reife für das Sakrament zu erlangen. Dafür gibt es die Katechese. Doch nicht immer sind die Eltern darauf ausreichend vorbereitet, sie benötigen detaillierte Anleitung. Im Sachausschuss Katechese des Pfarreirats wurde unter Federführung der Seelsorgerin Sabine Milde genau diese Anleitung konzeptionell, inhaltlich und auch in Bezug auf Handreichungen und Dokumente überarbeitet.
Damit die Eltern schnell sehen, was in der Katechese auf sie zukommt und was es bedeutet, sich mit ihren Kindern auf den Weg zu begeben, wurde ein entlastendes Konzept erarbeitet, das den Aufwand für Eltern, Kinder und auch den kirchlichen Begleitern reduziert – und das, ohne auf Inhalte zu verzichten! So wurde bereits im Oktober vergangenen Jahres das Bestandsmaterial gesichtigt, bewertert und teilweise ersetzt.
Die Taufe 2018 gab es in den drei Ortsteilen insgesamt 56 Taufen – viel Arbeit für den Pfarrer, der in diesem Bereich die Struktur der Katechese festgelegt hat.
1. Zunächst geht es darum, den Ablauf einer Taufe zu erörtern und die biografische Situation zu klären.
2. Es folgt eine gemeinsame Gesprächsrunde der Eltern mit dem Pfarrer. Zur Vereinfachung werden dazu jeweils Familien, deren Taufe im laufenden Sechs-Wochen-Zeitraum liegen, zusammengefasst. So kommen auch die Eltern miteinander ins Gespräch und knüpfen Kontakte.
3. Zur Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Was positiv überrascht: Ein Pfarreiratsmitglied ist meist auch mit einem kleinen Gruß und einem Präsent vor Ort – als Wertschätzung für das neue kleine Gemeindemitglied und seine Familie.
Die Erstkommunion Besonders intensiv hat der Ausschuss Katechese unter Leitung von Pastoralreferentin Sabine Milde die Konzepte der Kommunion überarbeitet. Während bisher die Eltern in den Ortsteilen oft ausschließlich in kleinen Gruppen ihre Kinder auf das Saktrament vorbereitet haben, gibt es nun größere geimensame Veranstaltungen, die sich in diesem Jahr bereits bewährt haben. Zu den Highlights in diesem Jahr zählten:
· Gestaltung der Gruppenkerze
· Der Küster erklärt das Kirchengebäude im Detail
· Die Erklärmesse – mit Eltern
· Der Ausflug in den Münsteraner St.-Paulus-Dom mit Workshops vor Ort.
Das Ziel, dass die Eltern mit ihren Kindern unter Anleitung der Seelsorger Kirche leben und erleben, war in 2019 mit viel Hingabe erreicht worden.
Die Firmung
Auch die Firmung findet nur einmal im Leben statt. Reif und erwachsen und im Glauben gefestigt – darauf arbeitet hier mit viel Engagement vor allem Pastoralreferent Marcus Porsche mit dem Katechetenteam hin. Der Draht zur Jugend ist da – QR-Codes zur Anmeldung, Webpräsenz, Whats-App, Doodle etc.
Aber der Sinn zur Ernsthaftigkeit geht keineswegs verloren. Denn inhaltlich beschäftigen sich die Jugendlichen mit Themen wie Soziales Engagement beim Besuch im Altenheim, der Kinderheilstätte oder einem Hospiz
Unterhaltende Begegnung mit Gott beim „Spirituellen Bogenschießen“ aber auch: Pilgern, Filmabende, oder Kunstprojekte.
Löblich! Denn so bleibt auch die Jugend für die Kirche erreichbar.