Nachruf Sr. Benigna

Nachruf Sr. Benigna

Schwester Benigna Maria Erdmann
* 23.02.1924 in Südkirchen
E 06.07.1950 in Geseke
† 07.02.2020 in Bestwig

Am Morgen des 7. Februars 2020 hat der Herr über Leben und Tod den Lebensweg unserer lieben Schwester Benigna vollendet und sie in seinen Frieden heimgeholt.
Schwester Benigna diente Gott und den Menschen in unserer Ordensgemeinschaft in der Krankenpflege und als Hebamme. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in Herten und kurzen Einsätzen in Saerbeck und Geseke reiste sie 1955 nach Brasilien aus. Dort arbeitete sie zunächst in der Santa Casa, dem Krankenhaus in Leme. 1958 wurde sie nach Santa Salete versetzt, von wo aus sie auch eine Ausbildung zur Hebamme absolvierte.
1975 musste sie wegen Krankheit nach Deutschland zurückkehren. Ab 1977 arbeitete sie im Elisabeth-Hospital in Herten, doch ihre Sehnsucht blieb das Land Brasilien. 1987 konnte sie ein zweites Mal dorthin aufbrechen und ging für sechs Jahre wieder nach Santa Salete.

1993 kam sie in das Provinzhaus in Leme, von 1995 bis 1999 setzte sie sich im neu errichteten Altenheim Recanto Plácida in Leme ein. Anschließend brachte sie ihre Kräfte in der Gemeinde Bonsucesso in Leme ein. An verschiedenen Orten übernahm sie auch Verantwortung für den Konvent. Im Jahr 2000 kehrte sie endgültig nach Deutschland zurück und kam in das Bergkloster Bestwig, wo sie ihren Lebensabend verbrachte.

Schwester Benigna war eine Missionarin, die für ihren Auftrag brannte. Bis zuletzt blieb sie den Menschen in Brasilien, Mosambik, Bolivien und Rumänien innig verbunden und suchte immer wieder nach Möglichkeiten, ihnen zu helfen und etwas Gutes zukommen zu lassen. Schwestern aus dem Ausland erwartete sie voller Ungeduld, um die neuesten Nachrichten aus deren Ländern zu erfahren. Selbst jahrelang pflegebedürftig, fertigte sie Handarbeiten an, die sie den einzelnen Gruppen genau zuordnete. Trotz erheblicher gesundheitlicher Probleme war sie geistig wach bis zum Schluss und nahm regen Anteil an allem, was um sie herum geschah.

Am Mittwoch, dem 12. Februar 2020, war um 14:30 Uhr die Eucharistiefeier in der Dreifaltigkeitskirche des Bergklosters Bestwig mit anschließender Beerdigung auf dem Klosterfriedhof.
Wir gedenken unserer lieben Schwester in Dankbarkeit und bitten, dass Gott sie in seiner Liebe vollende.

Nachruf Sr. Gloria

Nachruf Sr. Gloria

Gloria Dei Kleikamp
Dominican sister

*30. Juni 1931 +26. Januar 2020

Am 26. Januar 2020 verstarb Sr. Gloria im Missionshospital St. Dominikus in Ndola/Sambia im Alter von 88 Jahren. Vielen Menschen in Nordkirchen war sie bekannt durch ihre Besuche in unserer Pfarrgemeinde seit den 1980er Jahren.

Sie nahm sich der Armen an, besonders der armen Kinder. Zunächst wirkte sie in Mtendere, einer Slumgemeinde in Lusaka, später dann in Chipulukusu, einem Armenviertel von Ndola, indem sie die Schule Natwange für arme Waisenkinder errichtete. Sr. Gloria war eine ausgezeichnete Lehrerin, die nicht nur unterrichtete, sondern insbesondere den Kindern Wege für ein menschenwürdiges Leben ebnete und dabei auch den Weg zu Gott zeigte. Sie lebte viele Jahre  vor Ort in der Slumgemeinde. Oft war sie auf sich allein gestellt und musste ihre Projekte bei den Behörden durchsetzen. Bis zum Schluss galt ihre Sorge den Großeltern und Verwandten, die sich allein um elternlose Kinder kümmern mussten.

Wir trauern um eine große Persönlichkeit, der es gelang, ihre Projekte noch während ihrer Schaffenszeit in kompetente Hände sambischer Mitschwestern zu übergeben.
Für uns ist es etwas ganz Besonderes, Sr. Gloria bei ihrer Arbeit mit viel Hilfe aus Nordkirchen begleitet zu haben und weiterhin mithelfen zu können, dass ihre segensreiche Arbeit in Sambia
weitergeführt werden kann.

Katholische Pfarrgemeinde St. Mauritius Nordkirchen
-Pfarrer Gregor Wolters
-Der Sachausschuss Entwicklung und Frieden

Firmprojekt Bogenschießen

Firmprojekt Bogenschießen

Unweit der Schule neben dem Tennisplatz befindet sich der Bogenschützen-Club Nordkirchen e.V.. Dort kamen am Samstagmorgen zehn junge Männer zusammen. Der Verein lud die Jugendlichen ein, sich selbst am Bogen zu erleben. Dazu gehörte natürlich echtes großes Feuer, an dem man sich zwischen den Schüssen wärmen konnte.

Die Jugendtrainer Tim und Jojo sowie ihre Assistent*innen Lea und Louis begrüßten die Firmanden. Nach dem Kennenlernen und der Einführung  bekam jeder seine Ausrüstung. Langsam wurde man mit dem Bogen vertraut und die meisten Pfeile landeten in der Scheibe.

In einem zweiten Schritt überlegten wir uns, welche Ziele wir wohl im Leben Haben, schrieben sie auf Luftballon und heften sie an die Scheiben. Manche trafen ihr Ziel sofort, andere auch nicht nach dem zweiten Durchgang. Woran das wohl liegen mag, und was Gott damit zu tun hat, das überlegt wir gemeinsam. Nun sind wir mit unseren Zielen auch nicht allein im Leben. Die Jugendlichen halfen sich gegenseitig, ihr Ziel zu erreichen.

Danach erlebten sie noch, wie es ist in Ruhe oder unter Stress zu schießen. So lernte sich jeder selbst näher kennen. Ihnen machte das Schießen, besonders das Wettkampf-Schießen, viel Spaß. Wir bedanken  uns beim Verein und Ihren Mitarbeitern für die tolle Erfahrung.

Firmprojekt Aktion 1Plus

Firmprojekt Aktion 1Plus

Wer am Samstag, den 1. 2. einkaufen war, erlebte etwas Besonderes vor dem Supermarkt. Jugendliche sprachen die Kunden an, doch eine Sache mehr zu kaufen, als sie für sich brauchen und diese zu spenden. Die Firmlinge sammelten Lebensmittel für die Tafel in Lüdinghausen. Und es kam eine Menge zusammen – 10 Körbe voll. So hat sich die Aktion trotz des Regens sehr gelohnt.

Doch die Jugendlichen sammelten nicht nur Lebensmittel, sondern auch wichtige Erfahrung in Sachen praktizierter Nächstenliebe – Caritas. So konnten sie sich erleben, wie sie sich in Gemeinschaft für Bedürftige einsetzen.

Wir danken den Firmanden für ihr Engagement, den Katechet*innen für ihre Begleitung und den Spendern für ihre Gaben.
Gott vergelt’s.

Besuch der Firmlinge bei der Tafel

Besuch der Firmlinge bei der Tafel

Im Rahmen der Firmvorbereitung besuchte eine Kleingruppe von Firmlingen Ende Januar die Tafel in Lüdinghausen.

Die Mitarbeiterinnen erzählten ausführlich von den Bedürftigen und ihren Umständen. So muss eine Person mit nur 13 € am Tag  auskommen, um alle Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Das reicht natürlich nicht.
Selbst für einige Werktätige reicht es am Ende nicht.  Alleinerziehende sind eine markante Gruppe. Die Leute kommen nicht nur aus Lüdinghausen sondern auch aus den umliegenden Dörfern.
Manche Bedürftigen haben Migrationshintergrund. Sie können mit Gemüse, wie Rosenkohl oder Spargel, nur wenig anfangen, da sie es aus ihrer Heimat nicht kennen.
Das bei der Tafel keine Nummern bearbeitet sondern Menschen versorgt werden, zeigt sich darin, dass die Menschen an ihrem Geburtstag ein kleines Geschenk gehalten.
2018 versorgte die Tafel in Summe genauso viel Leute wie Lüdinghausen Einwohner hat – 26.000.

Dicke Autos vor der Tafel irritieren die Menschen. Teilweise sind es Freunde von Bedürftigen, teilweise sind es Spender.

Spenden bekommt die Tafel aus Supermärkten oder von Privatleuten. Die Tafel nimmt kein Geld – wohl Pfandbons. Ihr Grundsatz ist, dass nur gespendete Dinger weitergegeben werden.

Um die Lebensmittel vom Supermarkt abzuholen gibt es einen eigenen Fahrerpool. Die Tafeln sind untereinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig. So bekam bspw. die Tafel in Lüddinghausen eine Palette Senf, die sie mit den anderen Tafeln im umkreis teilte.

Die Tafel sucht ehrenamtlichen Mitarbeitern in Lüdinghausen. Die Mitarbeiter, die sich dort engagieren, sind hochzufrieden. Sie erfahren breite Anerkennung und von dem Bedürftigen viel Dankbarkeit.

Die Firmlinge fanden den Besuch höchst interessant. Zum Abschluss ging es zu einer beliebten amerikanischen Fast-Food-Kette. Dort bezahlten sie 11,90€ – fast so viel wie eine bedürftige Person am Tag zum Leben hat.