Freitag, 28. Juni 2019, 15 Uhr: Gemeindemitglieder aus allen Ortsteilen strömen in die große Kirche der St. Pankratius-Gemeinde. Sie ist fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Wunder: Ein ehrenwertes Fest mit Ausstrahlung in die ganze Region wird gefeiert. Pfarrer Alfred Kordt feiert sein 50-jährige Priesterjubiläum.

Eigentlich war dieser Freitag ein spiritueller Tag: Die Katholiken verehren am dritten Freitag nach Pfingsten das „Herz Jesu“. In seiner Predigt baute Pfarrer Gregor Wolters die Brücke von der Spiritualität zum Gemeindeleben: „Was will dieser Christus von mir?“ – diese Frage habe Pfarrer Kordt in seinem Amt „gelebt“ und sein Handeln immer wieder mit Herzblut und Engagement danach ausgerichtet.

Pfarrer Kordt ist vor zehn Jahren aus der Gemeinde Hoetmar im Kreis Warendorf nach Nordkirchen gekommen. Er verließ seine dortige Gemeinde zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum, um sich der alten Heimat – er hat sein Elternhaus in Selm – zuzuwenden.

Die Bedeutung dieses Jubiläums für die Kirchengemeinde zeigte das herausragende Programm: Das gesamte Seelsorgerteam war gekommen, Verände und Vereine wie kfd und KAB,
selbst Schützenvereine waren mit Fahnenabordnungen in die Kirche eingezogen. Chöre aus Nordkirchen, Südkirchen, aus den ehemaligen Wirkungsstätten von Pfarrer Kordt und auch der MGV Capelle waren dabei. Und wo es sonst schon mal Engpässe gibt, herrschte Überfluss: Denn neben Kirchenmusiker Markus Reidegeld kam auch Tobias Leschke, der ehemalige Kirchenmusiker nach Südkirchen und spielte mit Reidegeld vierhändig. Beim anschließenden Empfang musste Pfarrer Kordt dann viele Hände schütteln.

Doch was wäre ein Fest ohne straffe Organisation im Hintergrund. Deshalb gilt der Dank dem Pfarrbüro, den „Helfenden Händen“ und der kfd, die im Café des Pfarrheims und vor der Kirche für die Verpflegung gesorgt und bei der Bewirtschaftung des Festes kräftig zugepackt haben.

Jörg Thole, Pfarreirat