Gefunden, gebunden: Markus Reidegeld
(von Jörg Thole)

Die Gemeinde St. Mauritius hat das Amt des Koordinierenden Kirchenmusikers wieder fest besetzt: Markus Reidegeld, bisweilen kommissarisch tätig, folgt damit auf Tobias Leschke, der zu Jahresbeginn als Dekanatskirchenmusiker ins Erzbistum Paderborn wechselte.

PFARRnachrichten: Herzlich Willkommen in St. Mauritius!

Reidegeld: Danke! Ganz neu bin ich ja  nicht mehr. Seit Januar bin ich in Capelle, Nordkirchen und Südkirchen und habe im Rahmen meiner Möglichkeiten die Aufgaben der Kirchenmusik aufgefangen, damit möglichst wenig zum Erliegen kommt.

Wo war Ihre bisherige Wirkungsstätte?

In Dülmen, St. Viktor. Das war ein Heimspiel, denn in Dülmen bin ich aufgewachsen. Gelegentlich spiele ich auch noch in Buldern (auch eine Pankratius-Gemeinde). Bis Ende März habe ich parallel gearbeitet.

 Das klingt nach Arbeit…

Ja, das war wirklich Arbeit! St. Viktor besteht seit der Fusion aus sechs Gemeindeteilen, zwei Kapellen, Schulen und Seniorenheimen. Und überall werden Gottesdienste gefeiert. Hinzu kommt die reiche Chorlandschaft. Neben den Gottesdiensten fielen auch Kontaktstunden an Schulen an.

 Und nun sind Sie bei uns …

Seit April bin ich vollumfänglich in St. Mauritius. Seitdem werden auch die Werktagsmessen wieder mit Orgelmusik begleitet. Ich leite die Chöre, bin bei den Gottesdiensten an den Tasten, kümmere mich um den Zustand der Instrumente, gebe Kontaktstunden in der Grundschule, koordiniere den Einsatzplan, unterstütze die nebenamtlichen Musiker – kurzum: Ich bin jetzt  erster Ansprechpartner.

Gibt es Unterschiede zu Dülmen?

Die Gottesdienste sind überall gleich. Da muss man sich nur auf die Gewohnheiten vor Ort einstellen. In Dülmen habe ich als Kirchenmusiker Aufgaben zugeteilt bekommen, während ich hier in St. Mauritius in die gestalterische Rolle geschlüpft bin.

Was ist Ihnen als Musiker wichtig?

Die schön gefeierte Liturgie ist mir eine Herzensangelegenheit. In der Liedauswahl sollen die Gottesdienstbesucher spüren, dass Musik und Text ein roter Faden verbindet. Da möchte ich gern die Bandbreite des neuen Gotteslobs ausschöpfen. In der Arbeit mit den verschiedenen Chören setze ich auf eine ausgewogene Stimmbildung. „Alle sollen eins sein“, wusste Jesus schon. So soll es im Idealfall dann auch klingen. Bei den Kindern ist es noch einmal wieder anders. Hier versuche ich die Klarheit und die natürliche Tonhöhe herauszuarbeiten.

Worauf dürfen sich unsere Gemeinden in den nächsten Jahren freuen?

Im Moment schaue ich, wie alles bisher gelaufen ist. Man braucht einen Jahreslauf, um das alles kennenzulernen. Eine gute Kommunikation ist mir dabei wichtig! Die beliebten Projektchöre wird es definitiv wieder geben. Darauf bin ich sehr gespannt! Tobias hat einen hervorragenden Job gemacht, auf dem es sich bestens aufbauen lässt.