Am Sa, den 17.4. brachte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn den 35 Firmlingen dieses Foto mit. Wenn man es sich anschaut, könnte man denken, was für ein verrücktes Bild. Kunst ist auch nicht mal das, was es früher mal war.

In der Tat ist es schwierig, darin etwas Sinnvolles zu sehen. Aber es lohnt sich. Es handelt sich dabei um optische Illusionsbilder, die unter dem Begriff „Magisches Auge“ bekannt sind. Will man etwas für sich erkennen, muss man sich darauf einlassen, probieren und Geduld haben mit sich.

Genauso ist es mit dem Glauben, mit Gott, den man nur selten, auf den ersten Blick erkennen kann. Oft lässt er sich erst auf den 2. oder 3. Blick erahnen – er, der sich hinter den Dingen verbirgt. Diese Tiefendimension des Lebens ist eine sehr bereichernde Wirklichkeit, die sich auf vielen spirituellen Wegen erspüren lässt.

Auf diesen Weg hat sich Stefan Zekorn mit 14 Jahren experimentell für ein Jahr eingelassen: „Ich will so leben, als ob Gott existiert.“ So ging er in Beziehung zu Gott, indem er sich mit Anderen austauschte, in der Bibel las und mit Gott sprach, wie mit einem Freund. Öfters am Abend schaute er auf den Tag zurück und deutete das Erlebte auf Gott hin, der es gut mit ihm meint. Vieles machte auf einmal Sinn. Willkürliches Glück oder Pech verwandelte sich in Fügung. Er fühlte sich in einem größeren Zusammenhang eingebunden. Das war gut.

Tja und dann wurde er Bischof. Das passiert bestimmt nur den Wenigsten, jedoch steckt das Potential des „Abendteuer Leben“ drin.

Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von unseren leitenden Kirchenmusiker Markus Reidegeld und dem Musikstudenten und Organist Julius Kloppenburg. Die schlichte Gestaltung ging vielen Besuchen zu Herzen und rührte an.

So feierten die Firmlinge mit ihren engsten Angehörigen und Paten in zwei Gottesdiensten den Empfang der Kraft Gottes und bestätigten als mündige Christen das „Ja“ ihrer Eltern zu Gott bei ihrer Taufe. Dabei wurden die momentanen Hygieneauflagen beachtetet und, wie hier zu sehen ist, von unseren Katechetinnen Pauline und Luisa umgesetzt.

Auf die Firmung haben sich die jungen Erwachsenen in den letzten Monaten digital vorbereitet und mit den Themen zum Heiligen Geist auseinander gesetzt. Was ist das? Wie funktioniert es und was bringt es mir? Wie geht beten?  U.s.w. .

Sie vermisst dabei sehr, sich live zu sehen. Das erste Mal in Präsent sah man sich ein paar Wochen vor der Firmfeier in der Kirche zum Gottesdienst. Auch konnten wir kein Projekt durchführen, weder Pilgern, noch Bogenschießen in Kooperation mit dem hiesigen Verein oder ein Gespräch mit einem Feuerwehr-Seelsorger oder ein Besuch bei der Fazenda für Suchtkranke.

Trotz der widrigen Bedingungen waren die Jugendlichen zufrieden mit der Firmvorbereitung, zumal das Katecheten-Team sich für weniger als zu viel aussprach. Viele waren bzgl. der Schule viel vor dem Monitor und mussten für Prüfungen lernen.

Alles hat seine Zeit. Leider mussten wir unsere langjährige und leitende Katechetin Pauline Ringelkamp im Firmgottesdienst feierlich verabschieden. Pastor Wolters lobte ihr Engagement und ihre Entschiedenheit, sich für die jungen Menschen einzusetzen.

So wünschen wir ihr und allen Gefirmten Gottes Segen und viel Geduld auf ihrem Weg in die Tiefe. Denn das Leben lässt sich nicht verlängern sondern nur vertiefen.

Nachzuhören ist die Predigt und der ganze Gottesdienst HIER.