Beerdigung

Der Verlust eines Menschen wiegt schwer. Gerne möchten wir trauernde Angehörige begleiten und ihnen helfen, einen würdigen Abschied vorzubereiten. Das Gebet der Gemeinde wird wie die Hilfe der Verwandten und Nachbarn trösten. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mit ihrer Trauer schwer tun und wenig oder keinen Kontakt zur Kirche haben, können auch unter dieser Adresse Hilfe und Rat erfahren: www.klartext-trauer.de. Nach einer ersten Durchsicht dieser Seite gelingt vielleicht dann doch noch der Weg zu einem Gespräch mit einem Seelsorger in der Nähe.


Falls ein Angehöriger verstorben ist

Falls ein Angehöriger verstorben ist, gibt es zunächst einmal keinen Grund zur Eile. Sie können alle Entscheidungen in Ruhe treffen. Kinder und nahe Angehörige sollten benachrichtigt werden. Auf Wunsch können Sie auch einen der Seelsorger hinzurufen, um mit Ihnen gemeinsam zu beten. In diesem Fall richten Sie das Zimmer würdevoll her. Auch im Gotteslob (z.B. Nr. 35, 80) finden Sie Gebete, die Sie am Totenbett sprechen können. Zahlreiche Anregungen finden Sie auch in dem Heftchen zum Gebet für einen Verstorbenen.

Rufen Sie den Arzt an, um den Totenschein ausstellen zu lassen. Der Totenschein wird für weitere Formalitäten benötigt. Notieren Sie den Zeitpunkt des Todes.

Der Verstorbene darf bis zu 36 Stunden zu Hause aufgebahrt werden, mit behördlicher Genehmigung auch länger. Somit haben die Angehörigen, Verwandten und Freunde die Mgöichkeit sich in der gewohnten Umgebung von dem Verstorbenen zu verabschieden.

Benachrichtigen Sie einen Bestatter, mit dem Sie alle weiteren Formalitäten besprechen können.

Sie haben die Möglichkeit die Trauerfeier und deren Ablauf in Absprache mit einem der Seelsorger mitzugestalten. Doch zunächst wird in enger Absprache mit Bestatter, Friedhofsamt und Kirchengemeinde der Beerdigungstermin festgelegt. Wenn dieser Termin abgesprochen ist, meldet sich ein Seelsorger bei Ihnen, um Sie zu besuchen und mit Ihnen zu überlegen, wie die Feier würdig stattfinden kann.


Sechswochenamt und Jahrgedächtnis

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir für ein verstorbenes Gemeindemitglied beten. Den hinterbliebenen Angehörigen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. So ist diese Begleitung in der Zeit der Trauer wie auch die Beerdigung keines der sieben Sakramente, das wir in der Kirche feiern. Aber dennoch wird die Verbundenheit im Glauben gerade hier besonders deutlich. So heißt es in einem Lied (Gotteslob 220, 3):

Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.

Als Getaufte sind wir zum Leben in Christus berufen. Darum beten wir füreinander. Das Sechswochenamt und das Jahrgedächtnis für den verstorbenen Angehörigen können Sie mit dem Pfarrbüro vereinbaren.